Erfolg ist das Ziel

Frauen: Führungskompetenz will gefördert werden

Gerade Frauen, die auf dem Chefsessel sitzen, legen sehr viel Wert auf Weiterbildung, da sie ihre Führungskompetenzen trainieren wollen. Eine Umfrage der Akademie für Führungskräfte in der Zusammenarbeit mit dem internationalen Management-Netzwerk EWMD, dem European Women’s Development International Network. Von 270 befragten Frauen in der Führung von Unternehmen sind mehr als die Hälfte der Meinung, dass die Karriere am meisten und am besten durch Leadership-Training gefördert wird. Mit deutlichem Abstand, auf dem zweiten Platz, folgt die Verhandlungskompetenz.

Persönliche Kompetenzen stehen im Vordergrund

Die Wunschliste der Managerinnen wird von Themen und Inhalten angeführt, die zur Steigerung der persönlichen Kompetenzen beitragen und vor allem die „Soft Skills“ trainieren. Weniger vorhanden ist das Interesse an den so genannten Hard facts. Lediglich 13,7 Prozent der befragten Frauen entschieden sich für die Themen Controlling und Finanzen. Kaum nachgefragt werden Seminare mit EDV-Inhalten.

Spezielle Themen für Frauen manchmal sinnvoll

Es gibt nur sehr wenig Frauen, nur 18,9 Prozent, die in ihren Unternehmen die Möglichkeit dazu erhalten Seminar zu besuchen, die ausschließlich für Frauen bestimmt sind. Doch nicht jeder ist unglücklich darüber. 32,6 Prozent sind der Auffassung, dass es überhaupt nicht notwendig ist, dass auch nur solche Seminare speziell für Frauen angeboten werden. 54,6 Prozent gehen davon aus, dass die Themen auf solchen Seminaren anders sind als die ihrer männlichen Management – Kollegen. Deshalb sind noch mehr Frauen der Meinung, dass es nur bei einigen Themen sinnvoll ist, dass Männer ausgeschlossen werden.
Die internationale Präsidentin des EWMD, Gabriele Hantschel, kommentiert das Umfrageergebnis damit, dass es viele Themen in Seminaren speziell für Frauen gibt, die sinnvoll sind, da die Atmosphäre dann offener ist und die Teilnehmerinnen dann im Besonderen voneinander lernen können. Doch Frauen – Seminare im Business sollten auf keinen Fall Jammerzirkel und Beileidsgruppen sein, sagt sie.

Arbeitgeber zahlt in den meisten Fällen

Mit 30,7 Prozent ist der Anteil der Frauen, die die Weiterbildungen aus eigener Tasche bezahlen müssen, auffallend hoch. Doch in den meisten Fällen ist es noch immer so, dass der Arbeitgeber die anfallenden Kosten für das Seminar oder die Fortbildung finanziert. Relativ selten sind hingegen die so genannten Mischforemen, bei denen sich Arbeitgeber und Mitarbeiterin die Bildungskosten teilen. Diese fallen zum Beispiel für Seminare an, die nicht in der Nähe sind, sondern beispielsweise Seminare in Berlin, Hamburg oder Stuttgart, für die Kosten für das Hotel, Seminargebühren und Reisespesen anfallen. Aber nur ganz selten haben die Frauen andere Sponsoren für ihre Bildung, wie beispielsweise Fachgesellschaften oder Verbände, gefunden.

Autor: admin am 21. Apr 2010 10:28, Rubrik: Allgemein,
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